Veranstaltungsreihe: Schon vergessen?

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Vor 69 Jahren, am 27. April 1945, wurde Bremen, nur wenige Tage vor der Kapitulation Nazi-Deutschlands am 8. Mai 1945, von britischen Truppen eingenommen. Der Sieg der Alliierten bedeutete das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft und die Befreiung von tausenden Zwangsarbeiter_innen, Jüdinnen und Juden, sowie politisch verfolgten Antifaschist_innen in Bremen und den umliegenden Gebieten und Gemeinden.
Mit einer Veranstaltungsreihe möchten wir an die Ereignisse erinnern.

Stadtrundgang: Auf den Spuren…

Auch heute noch stehen Denkmäler, Gebäude und Kunst im öffentlichen Raum aus der Zeit des Nationalsozialismus. Manch eine Skulptur oder Installation der Nazis steht unverändert an seinem Platz, andere wurden einfach nur versetzt. Wieder andere Orte wurden nach 1945 in ähnlicher Funktion weiter genutzt, trotz kontroverser Vergangenheit. Eine Aufarbeitung der Geschichte dieser Orte blieb meist aus.

Dienstag, 22. April 2014, um 15:30 Uhr Staatsarchiv.
Eine Führung von Joachim Bellgart

69 Jahre Befreiung. Wir sagen Danke!

Am Sonntag, den 27.04.2014 jährt sich die Kapitulation der Nazis in Bremen bereits zum 69ten mal. Wir möchten euch dazu einladen, am Freitag, den 25.04, mit uns an dieses Ereignis zu erinnern und gemeinsam auf die Zerschlagung Nazi-Deutschlands anzustoßen.
Es gibt Limo, Bier, Pfefferminz-Likör und die aus dem letzten Jahre bewährte „Wums – Die Befreiungs-Bowle“.

Freitag, 25.April 2014, um 21:30 Uhr, Paradox – Bernhardstraße 12

Tagesseminar zur Einführung in Faschismustheorien

Antifaschistische Kritik und Praxis ist immer wieder mit der Verherrlichung, Verklärung oder Verharmlosung des historischen Faschismus und Nationalsozialismus konfrontiert. Kenntnisse über den Nationalsozialismus und seine historischen Interpretationen durch linke Faschismustheorien sind daher aus verschiedenen Gründen von Nutzen: sowohl um antifaschistische Positionen im Kampf um Erinnerung und Deutung der deutschen Geschichte zu formulieren als auch um postnazistische Traditionen und aktuelle faschistische Bewegungen zu kritisieren. Der Referent möchte mit dem Seminar eine Einführung in einige ausgewählte Theorien über Faschismus und Nationalsozialismus gegeben. So werden verschiedene linke Faschismustheorien vorgestellt und anhand von Textpassagen gemeinsam diskutiert. Dabei werden die zentralen Thesen präsentiert und die Potentiale und Defizite der jeweiligen Theorien besprochen. Thema werden vor allem die Arbeiten von Otto Bauer, Georgi Dimitroff, Ernst Fraenkel, Theoretikern des exilierten Instituts für Sozialforschung wie Friedrich Pollock und Franz Neumann und zuletzt von Moishe Postone sein.
Ein Seminar mit Moritz Zeiler.
Die Plätze sind begrenzt, bitte meldet euch verbindlich unter c3 ÄT riseup.net an.

Samstag, 03. Mai 2014, um 11:00 Uhr (Ort wird per Mail bekannt gegeben.)

Der U-Boot Bunker Valentin

In Bremen-Farge wurde von 1943 bis 1945 das größte Projekt der deutschen Kriegsmarine erbaut, unter Einsatz von tausenden Zwangsarbeiter_innen. Viele kamen bei dem Bau des gigantischem Betonklotzes ums Leben. Bis Ende 2010 wurde der Bunker von der Bundeswehr als Materialdepot benutzt, heute befindet sich eine Gedenkstätte im Aufbau. In einer Führung wird die Geschichte des Bunkers, sowie die Zeit nach 1945 beleuchtet.
Infos zur Anfahrt findet ihr bald hier.

Sonntag, 11. Mai 2014, um +++Achtung, neue Uhrzeit+++ 13:00 Uhr Rekumer Siel, Bremen-Farge

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* Das Plakat zeigt einen britischen Soldaten an der zerstörten Adolf-Hitler-Brücke in Bremen am 27. April 1945.