Koloniale Moderne, arabischer Nationalismus und Antisemitismus

kol

Vortrag mit Hannes Bode
Mittwoch, 08.01.2014, 20.00 Uhr
In­fo­la­den Bre­men, St.​Pauli Stra­ße 10

Wie in Europa sind auch im Nahen Osten die Nationen nichts als vorgestellte Gemeinschaften mit erfundenen Traditionen. Doch welche Akteur_innen fanden vor welchem gesellschaftlichen Hintergrund zur Idee der Nation, was für eine Gemeinschaft stellten sie sich vor und was für Traditionen konstruierten sie zu deren identitärer Legitimation? Nationalismus und Antisemitismus als moderne Denkformen bilden sich im Nahen Osten sowohl im Zuge der Einbindung in das globale kapitalistische System als auch der kolonialen Durchdringung der Region und den damit verbundenen rasanten gesellschaftlichen Umbruchprozessen heraus. Doch wo finden sich im Nahen Osten Parallelen, und wo Unterschiede zur europäischen Krise der Moderne und den mit ihr verbundenen faschistischen und antisemitischen Krisenbewältigungsideologien? Und welche Rolle spielten schließlich Deutschland und die nationalsozialistische Auslandspropaganda bei der Verbreitung des modernen Antisemitismus?

Die Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen.

Leider ist der Infoladen zur Zeit nicht barrierefrei zugänglich.

Broschüre

Im November 2013 veröffentlichten wir die Broschüre „Rassistische Zustände – Bremen 1988 – 2012″. Diese steht ab jetzt als Download unter der Rubrik „Broschüre“ für euch bereit.

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Antifa supports Rote Flora

Eine für Alle – Alle für Eine! Wir unterstützen die Soli-Note für die Rote Flora in Hamburg.
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Flora

Eskimo Limon 9

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Lesung mit Sarah Diehl
Donnerstag, 05.12.2013, 19 Uhr
Infoladen Bremen, St.Pauli Straße 10

Der Roman erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, welche von Tel Aviv in die hessische Provinz zieht. Er beschreibt die Reaktionen, welche der Umzug sowohl bei der Dorfgemeinschaft als auch der Kleinfamilie hervorruft. Sarah Diehl arbeitet in ihrem Buch die deutsche Gedenkkultur auf ironische Art und Weise auf, indem sie die tradierten Vorstellungswelten miteinander kollidieren lässt. Sie macht deutlich, dass die Deutschen mitunter einiges über die Judenvernichtung wissen, jedoch kaum etwas über Jüdinnen und Juden. Unwissen und die Leerstellen, welche sich um alles Jüdische ranken werden mittels dieses Buches aufgezeigt und aufgebrochen.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zu erreichen, die Toilette nicht.

Alle Veranstaltungen der Bremer Aktionswochen gegen Antisemitismus findet ihr hier.

Film und Shoah

film und shoah

Vortrag mit Henrik Götte
Donnerstag, 14.11.2013, 19 Uhr
Infoladen Bremen, St.Pauli Straße 10

Kann die industrielle Judenvernichtung Stoff für Film sein? Oder muss jeder derartige Versuch darin enden das Irrationale zu Rationalisieren und den Schrecken und die Barbarei sogleich zum Stilmittel einer solchen Inszenierung verkommen zu lassen? Ist die Shoah überhaupt “theoretisierbar” oder begreifbar? Es gibt Filme, welche die Shoah thematisieren, aber wie funktionieren sie und können sie im Sinne von Aufklärung wirksam werden? Was hieße das in diesem Zusammenhang überhaupt? Diese Fragen sollen anhand der Beispiele “Shoah” (Claude Lanzmann) und “Schindlers Liste” (Steven Spielberg) diskutiert werden.

Der Ver­an­stal­tungs­ort ist bar­rie­re­frei zu er­rei­chen, die Toi­let­te nicht.

Alle Ver­an­stal­tun­gen der Bre­mer Ak­ti­ons­wo­chen gegen An­ti­se­mi­tis­mus fin­det ihr hier.